Die Vorgehensweise der globalen Alkoholindustrie im Streben nach Profiten

Vom 5. bis 7. September fand in der GBW-Bildungsstätte in Hoya ein alkoholpolitisches Seminar mit Maik Dünnbier aus Stockholm statt. Maik ist der »Policy and Communication Officer« von IOGT International. Mit 17 Teilnehmern von Juvente, dem Deutschen Jugend-schutzverband, FORUT, dem Bundesvorstand und aus fünf Landesverbänden hatte das Seminar nicht nur eine gute Alterszusammensetzung , sondern auch eine hohe fachliche Kompetenz.

TeilnehmerInnen des Alkohol-Politk-SeminarsDas war während des ganzen Seminars an der konzentrierten Arbeit und den intensiven Diskussionen zu merken. Als besonders angenehm wurde dabei auch die wertschätzende Moderation von Maik empfunden. Wie arbeitet IOGT International im 21. Jahrhundert und um welche Werte und Maxime handelt es sich dabei? Welche Schäden verursacht der Alkohol in der Welt? Das waren die Fragestellungen der ersten Arbeitsschritte.

Vor diesem Hinter-grund wurde dann an konkreten Beispielen erörtert und miteinander diskutiert, wie die globale Alkoholindustrie (»big alcohol« – und das ist nicht der kleine heimische Brauereibetrieb) operiert, um Politiker zu beeinflussen, existierende Gesetzgebung zu unterwandern, zukünftige Gesetzgebung aufzuschieben oder gar aufzuheben und ihr eigenes Image zu polieren und sich als verantwortungsvoll zu präsentieren.

Auf einer Wanderung über die Erdteile wurden unterschiedliche Politikbereiche gestreift, von Handels- über Entwicklungs-politik bis zu Jugend- und Sportpolitik. Natürlich war es dabei unerlässlich, sich die Frage zu stellen: Wer ist die globale Alkoholindustrie?

Dabei wurde deutlich, dass IOGT International einen guten Überblick darüber hat und auch einen Blick auf die Organisationen hat, die hintergründig von der Alkoholindustrie finanziert werfen. Haben wir überhaupt eine Chance, der globalen Alkoholindustrie Einhalt zu gebieten? Ja, die haben wir regional, insbesondere auch mit Hilfe des Internet und unserem global vernetzten Dachverband IOGT International! Ein Folgeseminar wurde von den Teilnehmern gewünscht.

Dietmar Klahn

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