Seit einigen Jahren arbeitet FORUT intensiv mit dem Madras Social Service Guild mit mehreren Standorten in Chennai (Tamil Nadu, Indien)  zusammen.

Seele der recht großen und vielfältigen Einrichtung ist der Guttempler Thangavel Velandi mit seiner ganzen Familie.

Thangavel Velandi mit seiner FamilieUnsere Studienreise-Gruppe war tief beeindruckt von dem engagierten Hindu, der die Rolle eines »Landesverbandsvorsitzenden« in der Region hat.

In einem hervorragend geführten Waisenhaus mit teilweise schwer oder schwerst behinderten Kindern werden die Ärmsten der Armen versorgt und unterrichtet, im angrenzenden Schulgebäude lernen halbwüchsige Kinder und Jugendliche, bis sie in andere Schulen überwechseln.

Mit zunehmendem Erfolg werden die Mädchen und Jungen mit Behinderungen auch in Adoptivfamilien vermittelt – früher vorwiegend nach Amerika und Europa, gegenwärtig aber immer häufiger in indische Familien, was von der mittlerweile hohen Akzeptanz der Einrichtung im eigenen Lande zeugt.

Webstuhl in ChennaiWichtiges Standbein des von FORUT Deutschland geförderten »Human Rights Project« ist die benachbarte Werkhalle mit Spinnrädern und Webstühlen, in denen junge Frauen höchst geschmackvolle Tischwäsche und andere Textilien herzustellen lernen, um durch diese Fähigkeiten selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen zu können.

Kern des wohl durchdachten Konzepts ist indes, dass die Frauen dank ihrer auch in Trainingsgruppen gewonnenen fachlichen Qualifikation und sozialen Kompetenz zunächst in ihren Familien, dann in ihren Dörfern bzw. Städten und schließlich in den Parlamenten ihres Bundesstaates und sogar des indischen Staates gehört und anerkannt werden und sich so an gesellschaftlichen und politischen Entscheidungen in ihrem Land maßgeblich beteiligen können. Gerade hier wird besonders deutlich, wie sich moderne, nachhaltige Zusammenarbeit  von der herkömmlichen Wohltätigkeit früherer Entwicklungshilfe unterscheidet.

Textilwerkstatt in Chennai

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