Thangavel Velandi, Guttempler aus Chennai (Indien) nutzte seine Teilnahme am 3. Weltforum gegen Drogen in Stockholm, welches durch den Präsidenten von IOGT International geleitet wurde, für einen Abstecher zum Guttempler-Kongress 2012 in Forchheim. Er überbrachte den deutschen Guttemplern als Vorstandsmitglied von IOGT International die Grüße des Dachverbandes und von ITYF (Indian Temperance Youth Federation).

Thangavel Velandi berichtet im Arbeitskreis

FORUT nutzte die Gelegenheit, um am 18. Mai einen Arbeitskreis Indien anzubieten. 18 Mitglieder und Interessierte ließen sich die aktuellen Entwicklungen des Projektes in Indien von Thangavel Velandi, Rechtsanwalt und langjähriger Projektleiter von »Human rights«, aus erster Hand erläutern. Die Vorsitzende Ulrike Klahn fungierte dabei als Sprachmittlerin englisch-deutsch.

Thangavel berichtete über die Anfänge der Zusammenarbeit mit FORUT vor über zehn Jahren. Damals wurden aus Deutschland die Ventilatoren für die Webwerkstatt bezahlt. Aus dieser Werkstatt stammen die Webwaren am FORUT-Stand.

Im Menschenrechtsprojekt werden Multiplikatoren in grundlegenden Rechtsfragen geschult. Dazu beschrieb er an einem anschaulichen Beispiel, dass es im Umland von Chennai ausgedehnte Teeplantagen gibt. Dort wurden in den letzten Jahren über 70 Arbeiter von Tigern oder Elefanten getötet. Die Tiere sind vom Gesetz ganz offiziell geschützt, die Arbeiter dürfen also nicht einfach die Tiere töten. Wie werden nun die Menschen geschützt, welche Rechte haben sie?

Der Fokus liegt allerdings beim Schutz der Kinder, die das schwächste Glied in der Gesellschaft sind. In den indischen Großstädten gibt es viele suchtbelastete Familien und die Kinder sind in diesen Verhältnissen gefangen. Indien hat nach Ausführungen Thangavels keine Rechtsgrundlage für Kinderrechte (Recht auf Sicherheit, Ernährung, Bildung, Gewaltfreiheit): »Alkohol in der Familie ist der Todesstoß für Kinderrechte!«

Vor zwei Jahren wurde ITYF durch Thangavel Velandi gegründet. Mit einem von ihm entworfenen Vorbeugehandbuch wird aktiv in den örtlichen Schulen Aufklärung/Prävention betrieben und in der ersten Schule hat über die Hälfte der Schüler eine freiwillige Selbstverpflichtung unterschrieben (gegengezeichnet von den Eltern und dem Schulleitern), keinen Alkohol und Drogen zu konsumieren und nicht zu rauchen. Aktuell unterstützt FORUT mit einem relativ kleinen Betrag diese Arbeit, die große Erfolge erzielt.

Thangavel nutzte den Besuch in Forchheim auch, um Kontakt zu Juvente und KiM herzustellen. Eine Kooperation ist angedacht.

Thangavel Velandi mit Dr. Gisbert Ulmer und Ulrike Klahn

Am Ende des Guttempler-Kongresses konnten Thangavel Velandi 600 Euro Erlös aus dem Verkauf der Webwaren zur Förderung der ITYF-Arbeit übergeben werden.

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