Im Januar 2014 habe ich mit Ulrike Klahn erneut IOGT Guinea-Bissau besucht. Guinea-Bissau ist eines der ärmsten Länder der Welt. Dieses hat vielschichtige Gründe, wird aber insbesondere durch die politische Instabilität begründet. Das liegt vorrangig am Militär, welches immer wieder Wahlen verhindert oder auf gewählte Regierungen negativ Einfluss nimmt. Dabei geht es hauptsächlich um Einzelinteressen und Macht, insbesondere um Geld aus Drogengeschäften. Guinea-Bissau ist Drogenumschlagplatz für Ware aus Südamerika zum Weitertransport nach Europa.

  • Grundbildung für Frauen
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Am 15.1.14 waren wir mit Anuar Djedjo, dem Manager der IOGT-Schulen in Guinea-Bissau zu Besuch bei der Comissicao Regional de Mulheres Trabalhadores de Catio. Das bedeutet ins Deutsche übersetzt soviel wie Regionalkommission arbeitender Frauen in Catio. Genau ein Jahr zuvor hatten wir erstmals Kontakt zu dieser Frauenorganisation.

Catio ist die Provinzhauptstadt von Tombali, im Süden des Landes gelegen. Die Hauptstraße dort hin ist die letzten 60 km unbefestigt und in der Regenzeit nur mit Geländewagen passierbar. Die Anreise war also beschwerlich. Catio liegt in einem Reisanbaugebiet. Reis ist das Grundnahrungsmittel in Guinea-Bissau.

Die Frauen sind in ihrer Kommission gut organisiert. Die meisten Frauen dieser Kommission konnten nie zur Schule gehen. Um an der Mühle zu arbeiten, müssen sie aber aufschreiben können, wie viel Rohreis jemand bringt und ausrechnen, was er zu zahlen hat. Diese Buchführung teilen sich derzeit die wenigen Frauen, die zur Schule gegangen sind. Zum Treffen mit der Kommission wurden wir von der Präsidentin Catariena Sanha begrüßt. Auch die Vizepräsidentinnen Beatriez dos Santos und Aissato Djau sowie die Sekretärin Sumba Na Jalanbe und die Finanzwartin Lucete da Silva waren wie viele weitere Frauen zugegen. Der Organisation gehören insgesamt ca. 100 Frauen an.

Absprachegemäß führte Ulrike als deutsche IOGT-Frau für unsere Delegation das Wort und erläuterte, was von den deutschen IOGT-Frauen unternommen worden ist, damit die heute verkündete Unterstützung überhaupt realisiert werden konnte (1.250 Euro wurden zuvor treuhänderisch an Anuar Djedjo in Bissau übergeben). Es wurde ein Bild der Hamburger IOGT-Gruppe mit entsprechender Erläuterung ebenso überreicht, wie die Zeitschrift DIALOG mit bebildertem Artikel über das Frauenprojekt. Die Präsidentin der Kommission, eine offensichtlich resolute Mitarbeiterin des örtlichen Krankenhauses, zeigte sich sehr erfreut darüber, dass nun tatsächlich ein Schulungsgebäude errichtet werden kann und bedankte sich ausdrücklich. Von ihr wurde der Wunsch von allen anderen Frauen erklärt, dass sie schon lange lesen und schreiben lernen wollen, dafür aber keinen Schulraum zur Verfügung haben. In weiteren Dankesreden von Vorstandsfrauen wurde deutlich: »Wir haben schon oft hier gesessen und uns wurde erzählt, was alles getan werden würde. Ihr seid die ersten, die tatsächlich wiedergekommen sind und ernst gemacht haben – muito obrigado!«

Nachdem Anuar allen Anwesenden die Grundzüge von IOGT Guinea-Bissau erläutert hatte, versammelten sich alle für ein Gruppenfoto vor dem Gebäude mit der Milling machine. Jetzt erst löste sich die vorher angespannte Stimmung und in dem nun fröhlichen Geplapper, vielen einzelnen Danksagungen wurde Ulrike mit einer afrikanischen Schwester beglückt – jetzt heißt sie Binta Camara. Außerdem wurde der Platz des zukünftigen Gebäudes begutachtet.

Die Frauen haben sich auf Grund eines Projektes zur Armutsbekämpfung 2009 zusammengeschlossen und dazu im Herbst 2012 eine »Milling Machine« aus China erhalten, die erfreulicherweise noch gute Dienste leistet. Mit dieser Maschine werden die Hülsen vom sogenannten Roh-Reis getrennt, so dass er dann zum Kochen geeignet ist. Das Abfallprodukt wird verbrannt und für die Düngung der Gemüsefelder benutzt. Einige Frauen sind auch im Anbau von Gemüse engagiert, wohin sie uns nach dem Treffen einluden.

Nun kann mit der Errichtung eines Schulungsgebäudes begonnen werden. Den größten Teil der erforderlichen Arbeitsleistung für den Bau müssen die Frauen organisieren.

Für das jetzt vorhandene Geld wird Anuar das Baumaterial insbesondere Zement und Sand bezahlen, damit ein Fundament gemacht werden kann und die erforderlichen Blöcke hergestellt und zusammengefügt werden können.

Weiteres Geld ist dann für die Dachkonstruktion erforderlich. Hier sind klare Absprachen erforderlich, wobei Anuar uns per Email über den Stand der Arbeiten zeitnah informiert und ggf. von uns Instruktionen erhält.

Außerdem wird Licht benötigt, da die Frauen erst abends lernen können, wenn die Kinder im Bett sind bzw. das Tagwerk vollbracht ist. Dann ist es bereits dunkel. Eine verlässliche öffentliche Stromversorgung gibt es nicht, weshalb das Ziel ist, eine kleine Solaranlage mit der entsprechenden Speicherquelle zu beschaffen.

Zwei Lehrerinnen befinden sich in dieser Gemeinschaft, die später dann die Schulung übernehmen werden. Außerdem wird aus dieser Kommission heraus auch eine neue IOGT-Sektion für Catio eröffnet werden.

Dietmar Klahn

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