Ebola hat in den westafrikanischen Staaten Liberia, Guinea-Conakry und Sierra Leone vielen Menschen das Leben gekostet und viele Kinder als Vollwaisen zurückgelassen. Mittlerweile ist die internationale Hilfe angelaufen. Sie umfasst die Bekämpfung der Seuche, Versorgung der Kranken und die Hilfe für Ebola-Waisen.

Im Oktober 2014 erhielten IOGT International und FORUT einen Hilferuf von IOGT Liberia zur finanziellen Unterstützung von Ebola-Waisen aus deren Mitgliederkreis.

IOGT Liberia hatte sich entschlossen, für 30 Kinder in der Hauptstadt Monrovia die Grundversorgung, also Unterkunft, Versorgung mit Nahrung und Schulbildung, sicher zu stellen. Hierfür wurde eine 5-Zimmerwohnung angemietet (300 US$ Monatsmiete + 100 US$ Stromkosten). Von der katholischen Schule wurde zwei Lehrer engagiert, die von Montag bis Freitag für drei Stunden pro Tag die Kinder unterrichten (100 US$ pro Monat). Fünf Frauen von IOGT Liberia kümmern sich um die Kinder und kochen für sie. Die Versorgung mit Nahrung kostet 2.000 US$ pro Monat.

Auf dem internationalen Kongress in Thailand rief Sven-Olov Carlsson die Teilnehmer auf, für die Waisen in Liberia zu spenden. In der Kongresswoche kamen 1.850 EUR zusammen, die IOGT Liberia für die Versorgung der Kinder zur Verfügung gestellt wurden. FORUT startete in Deutschland einen Spendenaufruf. Wir erhielten Spenden in Höhe von insgesamt 3.500 EUR. Bei den vielen Spendern, insbesondere unserem Großspender Herrn Sönke Stehnken von Schn€ppchen Hamburg, bedankt sich der FORUT-Vorstand ganz herzlich.

Dem FORUT-Vorstand war von vornherein klar, dass es sich bei der finanziellen Unterstützung von IOGT Liberia nur um eine Anschubfinanzierung handeln kann. Aufgrund unserer begrenzten Mittel war ein langfristiges Engagement ausgeschlossen. So hat der FORUT-Vorstand zeitgleich mit verschiedenen Institutionen (Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit, Deutsche Botschaft Monrovia, Ministry of Health and Social Welfare Liberia und Welthungerhilfe Liberia) Kontakt aufgenommen. Das liberianische Ministerium für Gesundheit und Soziales hat die Unterbringung vor Ort und den Gesundheitszustand der Kinder im Dezember 2014 geprüft und positiv bescheinigt. Das Ministerium stellte eine Unterstützung in Aussicht, sobald dies möglich wäre. Über die Deutsche Botschaft kam der Kontakt zur Welthungerhilfe Liberia zustande. Die Welthungerhilfe hatte zugesagt, eine Unterstützung zu prüfen. FORUT hat den Kontakt entsprechend an IOGT Liberia weiter vermittelt.

Seit März 2015 sind die Kinder teilweise bei Mitgliedern von IOGT Liberia (10 Waisen) und im Pflegeheim Fosters Home (20 Waisen) untergebracht. Das Nothilfeprojekt ist damit beendet.

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