• Ostercamp in Bantandjam
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IOGT Guinea-Bissau veranstaltet jedes Jahr mit Teilnehmern aller IOGT-Schulen sowie dem befreundeten Verband aus Gambia ein Osterlager, um dort im Miteinander die Dinge zu üben und zu praktizieren, die im Schulalltag zu kurz kommen und insbesondere die IOGT-Gedanken vom friedlichen alkohol- und drogenfreien Miteinander zu praktizieren.

Organisationsveranwortlicher ist regelmäßig Anuar Djedjo. Das Camp wurde von Anuar 2015 erneut in Bantandjam in der von FORUT unterstützten Schule ausgerichtet, das heißt die Teilnehmer haben zum größten Teil auch in der Schule geschlafen und gewohnt. Das ganze Dorf war in das Geschehen eingebunden.

Die Teilnehmer wurden dieses mal nur aus der Altersgruppe Youth (Alter von 14 – 25 Jahren) gestellt, über die jeweiligen Schulen ausgesucht und von einem Lehrer begleitet. Bei der Altersgruppe Junior gab es immer wieder altersbedingte Probleme. Grundregel ist weiterhin, dass die »Großen« die »Kleinen« unterstützen. Auch das Geschlechterverhältnis entspricht ungefähr 50/50 Jungen/Mädchen.

Teilnehmerschulen beziehungsweise Verbände 2015:

  1. Bissau-Plack 2 (20 Teilnehmer)
  2. Bissau-Cuntum 3 (15 Teilnehmer) – das ist die Schule eines IOGT-Mitgliedes
  3. Bissau-Cuntum Madina (30 Teilnehmer) – Moslem-Schule
  4. Bantandjam (20 Teilnehmer)
  5. Bafata (10 Teilnehmer) – von einer befreundeten Schule »Sarafim«
  6. Caur (10 Teilnehmer) – die ehemalige IOGT-Schule
  • Unit of IOGT Sao Domingos (15 Teilnehmer)
  • Unit of IOGT Ingore (10 Teilnehmer)
  • FC IOGT Bissau (15 Teilnehmer)

IOGT JES Gambia konnte mit der Unterstützung von FORUT 8 Teilnehmer entsenden.

Jede Schule hatte je nach Teilnehmerzahl mindestens einen Lehrer als Betreuer zu stellen, 2015 insgesamt 14 Lehrer und 3 andere Betreuer neben Anuar. Damit hatte das Camp 2015 eine Gesamtteilnehmerzahl von 162 Personen und lag damit an der Grenze der Möglichkeiten.

Die Finanzierung von FORUT in Höhe von 1.000 Euro deckt den Transport der Teilnehmer aus den ländlichen Regionen sowie die Beschaffung der Verpflegung (zum Beispiel Reis, Zucker, Öl, frischer Fisch vom Markt in Bambadinca).
Zwei Frauen des Dorfes haben den Jugendlichen, die für das Essen machen im Wechsel eingeteilt waren, zur Seite gestanden und sie während des gesamten Camps unterstützt.

Die Jugendlichen haben während des Camps an Themen wie Aids, Drogen und Alkohol sowie Frieden gearbeitet. Weitere Aktivitäten waren tägliche Morgengymnastik und Sport. So wurde ein Fußball-Turnier ausgetragen, an dem Jungen wie Mädchen beteiligt waren. Abends fand täglich im Schulgebäude eine Discothek statt, an der auch alle Jugendlichen des Dorfes und Umgebung gegen ein kleines Eintrittsgeld teilnehmen konnten und davon regen Gebrauch gemacht haben. Dieses Eintrittsgeld dient der Mitfinanzierung des Camps.

Ein Höhepunkt war der Marsch/Demonstrationszug auf der Hauptstraße ins 5 km entfernte Bambadinca, dem regionalen Hauptort unter dem Motto »IOGT auf dem Weg zur subregionalen Integration ohne Drogen!«

Diese regelmäßigen Camps sind gerade auch in einem Land wie Guinea-Bissau eine erfolgreiche öffentlichkeitswirksame Maßnahme. Da gerade die ländlichen Gebiete mangels dauerhafter Stromversorgung eher abgeschnitten sind vom Fernsehen oder Internet, wird so ein Camp in besonderer Weise wahrgenommen und die Menschen, insbesondere Jugendliche sprechen über das, was da passiert. Es ist eine durchaus erfolgversprechende Maßnahme mit Bindungswirkung der Teilnehmer an IOGT und seine Ziele. Auch ist es für IOGT etwas sehr positives, da die Organisation durch Aktivität wahrgenommen wird .

Das Camp ist laut Aussage Anuars die elementare Veranstaltung, damit IOGT Guinea-Bissau seine formale Berechtigung als nationale NGO (Nichtregierungsorganisation) behält. Alle NGOs müssen zur Daseinsberechtigung jährlich über ihre tatsächlichen Aktivitäten dem zuständigen Ministerium berichten.

In diesem Sinne ist das Geld von FORUT zur Unterstützung des Camps gut angelegt im Sinne unserer Zielsetzung Bildung – Entwicklung – Frieden!