Standortbestimmung

FORUT möchte einen Beitrag leisten zur Veränderung und Verbesserung der Situation hilfsbedürftiger Menschen in den Entwicklungsländern. In erster Linie sehen wir Möglichkeiten zur Verbesserung der Lage in der dritten Welt in einer Veränderung des Bewusstseins bei uns selbst.

Wir wollen Hilfe zur Selbsthilfe leisten statt Wohltätigkeit.

Wir wollen Situationen in den Entwicklungsländern deutlich machen, wie zum Beispiel Ausbeutung durch zu niedrige Preise ihrer Erzeugnisse auf dem Weltmarkt. Wir wollen durch Aufklärung helfen, mit unserer Entwicklungshilfe auf Strukturreformen hinzuarbeiten.

Solange jedoch noch ungerechte Strukturen den Weltmarkt beherrschen, wollen wir konkrete Projekte in Entwicklungsländern unterstützen.

Der Beitrag von FORUT

Aufgeschreckt durch die Meldungen der WHO über den steilen Anstieg des Alkohol- und Drogenkonsums in vielen Entwicklungsländern, sehen wir unsere Aufgabe auch in der Alkohol- und Drogenprävention. Wir möchten unsere Erfahrungen auf diesem Gebiet in die Entwicklungshilfe einbringen. Der Verzicht auf Suchtmittel fördert die Volksgesundheit und erhöht die gesellschaftliche Entwicklung durch bessere Bildungschancen.

FORUT erklärt sich zum Handel mit Erzeugnissen aus Entwicklungsländern bereit, die zur Entwicklung der Menschen beitragen. Angemessene Preise sind zu bezahlen. Vorrangiges Ziel jeder Entwicklungshilfepolitik muss die gesicherte Selbstversorgung eines Volkes mit Nahrungsgütern sein. Diese Projekte unterstützt FORUT. Landwirtschaftliche Projekte, die ausschließlich der Produktion von Exportgütern dienen, hingegen nicht.

Der Handel muss auf die Bedürfnisse der Zielgruppe fixiert sein. Eine Ausrichtung auf unsere Interessen ist nicht zulässig. Nahrungsmittelhilfe ist nur als Katastrophenhilfe vertretbar.

Zusammenarbeit mit anderen Organisationen

FORUT ist Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband sowie in PI und im Dachverband der Nichtregierungs-Organisationen, VENRO. FORUT unterstützt den Aufbau von regionalen Arbeitskreisen der Entwicklungszusammenarbeit.

Langfristige Ziele

  • Sicherstellung der Grundbedürfnisse durch Selbstversorgung für die Menschen in den Entwicklungsländern: Nahrung und Bildung.
  • Senkung des Alkohol- und Drogenkonsums weltweit, durch Förderung einer breiten Opposition.
  • Unterstützung bei Gründung und Aufbau von Drogen-Informationszentren (ADIC – Alcohol and Drug Information Center).
  • Projektunterstützung und Bildungsarbeit.

FORUT in der IOGT International

Bedingt durch den sprunghaften Anstieg der Mitgliederzahl in den 80er Jahren, besonders in den Entwicklungsländern und Ländern des ehemaligen Ostblocks, wurde die Gründung einer Guttempler-Entwicklungshilfeorganisation notwendig.

Ausgehend von FORUT der Norwegischen Guttempler wurde auch in Deutschland 1987 eine Hilfsorganisation gleichen Namens gegründet, die seit 1998 Vollmitgliedschaft in IOGT besitzt. FORUT Deutschland ist integraler Bestandteil der Guttempler-Bewegung in Deutschland. Die Aufgaben der Entwicklungszusammenarbeit der deutschen Guttempler wurden FORUT übertragen.

Schwerpunkte unserer unterstützenden Projektarbeit liegen zurzeit in Westafrika. Sie beinhalten die Prävention, Rehabilitation und Bildungsarbeit bei Straßenkindern, Frauen und suchtgefährdeten, ethnischen Minderheiten.