Fussballspielen - Teamarbeit und Prävention

Fußball erfreut sich in Westafrika großer Beliebtheit. Selbst in den kleinsten Dörfern findet sich ein einfacher Platz mit provisorischen Toren und der Ball rollt. Jungen, aber auch Mädchen spielen Fussball und tragen die Trikots mit den Große Namen der Weltstars. Dabei ist Rückennummer 7 am häufigsten zu sehen. Dass ausgerechnet der Portugiese Ronaldo in Guinea-Bissau so beliebt ist liegt auch daran, dass die großen Portugiesieschen Clubs die ehemalige Kolonie weiterhin als Scouting Quelle nutzen. Viele Clubs haben beispielsweise den Beinamen Sporting und werden vom reichen Club Sporting Lissbon gesponsort um neuen Talente zu aquirieren. Dabei geht es um viel Geld und für die jungen Spieler darum der Armut zu entkommen und in Europa reich zu werden. Wer diesen Weg nicht einschlagen kann läuft Gefahr den Versprechungen Drogenkartellen aus Kolumbien, die die politische Instabilität ausnutzen, zu verfallen.

Der FC IOGT Guiniea-Bissau ist ein bescheidens Angebot regelmässig zu trainieren und an kleineren Turnieren teilhemen zu können.
Während der Jugendcamps von IOGT Guinea-Bissau ist das Fußballturnier ein fester und beliebter Programmpunkt. Daraus entwickelte sich die Idee ein eigenes Team zu etablieren.

Inzwischen besteht der Club aus einer ersten und einer zweiten Mannschaft, die regelmäßig an öffentlichen Turnieren in Bissau teilnehmen. Neben der Sportlichen und Komponente gehört zum Teamwork auch das gemeinsame Waschen der Trikots. Dazu trifft sich das Team Samstag Vormittag auf dem Schulhof der IOGT Schule in Plak 2. In großen Fässern wird das Wasser vom nächstgelegnen Brunnen geholt und dann werden die Trikots und Hosen von Hand gewaschen und zum trockenen auf einer Langen Leine quer über den Schulhof aufgehängt.

Dank einer Spende von IOGT Deutschland ist die Mannschaft mit einheitlichen Trikots samt Rückennummer Beflockung und Schriftzug IOGT-Germany als Team sichtbar.

Foto: Simone Giehl
Foto: Simone Giehl